Keyword Optimierung
Wer
in Sachen Suchmaschinenoptimierung seine Hausaufgaben nicht erledigt,
endet schnell als Nadel im gigantischen Heuhaufen des Internets und wird
von seinen potentiellen Kunden nur schwer zu finden sein. Dabei ist die
Keyword Optimierung der eigenen Webpräsenz unter Berücksichtigung
praktischer Tipps relativ einfach zu realisieren.
Aktuell existieren rund acht Mrd. Webseiten im Internet, die um die
Gunst der Besucher ringen. Bei einem derart unüberschaubaren Wust müssen
besonders kommerzielle Anbieter verstärkt dafür Sorge tragen, dass
ihre Webangebote von den potentiellen Kunden auch gefunden werden. Auf
den ersten Blick ist die Formel recht einfach: Je größer die
Besucherzahl, desto größer auch die Chance, etwas zu verkaufen. Und spätestens
hier setzt die Suchmaschinenoptimierung, genauer gesagt die
Keyword-Optimierung, ein. Denn grob formuliert kann man sagen, je präziser
die Anfrage eines Suchmaschinen-Nutzers mit den eigenen Keywords übereinstimmt,
umso höher steigt die Platzierung des jeweiligen Webangebotes in der
Ergebnisausgabe der Suchmaschine. Natürlich spielen in diesem
Zusammenhang noch weitere Faktoren eine Rolle, aber der Reihe nach...
Was verbirgt sich hinter dem Begriff Keyword?
Der Anfang aller Suchmaschinenoptimierung besteht in der Vergabe der
Keywords. Ein Keyword, zu deutsch ein Schlüsselwort, bezeichnet einen
oder eben mehrere Begriffe, unter denen ein Webseitenbetreiber bei einer
Suchmaschinenanfrage gefunden werden möchte. Dazu ein Beispiel: Der
Besitzer eines Hotels in Bayern – mit Blick auf die Alpen, doch dazu
später mehr - könnte so seinen Internetauftritt mit den Schlüsselworten
Hotel, Übernachtung sowie dem Namen der Region, in der das Hotel ansässig
ist, besetzen.
Natürlich wäre es jetzt prima, zur Steigerung der Besucherzahlen so
suchmaschinenstarke Begriffe wie „Worldcup“ oder „Lady Gaga“ zu
verwenden und sich anschließend über viele neue Gäste auf der
Homepage zu freuen. Doch so einfach ist die Sache nicht. Denn wer auf
diese – zugegeben irreführende - Weise durch die Vergabe von
Suchbegriffen, die nicht im Zusammenhang mit dem tatsächlichen Inhalt
der Webseite stehen, Besucher auf seine Homepage locken möchte,
verschreckt diese nur und wird sie so schnell auch nicht wieder zu einem
Besuch seiner Seite animieren können. Allein durch die bloße Vergabe
von durch Suchmaschinennutzer stark angefragte Keywords steigt die
Homepage nicht im Suchmaschinenranking, denn Google weiß sehr wohl zu
unterscheiden zwischen Mogelpackungen und Webseiten, in denen die
vergebenen Suchbegriffe tatsächlich vorkommen. Das Zauberwort dafür
lautet Keyword-Density, zu deutsch Keyword-Dichte.
Die Keyword-Dichte
Die
Keyword-Dichte gibt darüber Auskunft, wie oft ein vergebener
Suchbegriff im jeweiligen Dokument, zum Beispiel der hotel.htm,
vorkommt. Eine gesunde Keyword-Dichte liegt eher im unteren Bereich und
sollte die Fünf-Prozent-Grenze nicht überschreiten. Als Faustregel
gilt, dass in einem Artikel mit einem Umfang von 100 Wörtern das
jeweilige Schlüsselwort nicht häufiger als fünf mal vorkommen sollte.
Bleiben wir bei dem eingangs erwähntem Beispiel des Hotelbesitzers und
konstruieren wir, das Hotel befände sich in Bayern und der Gast hätte
vom Hotel aus einen atemberaubenden Blick auf die Alpen. Auf der
Hotel-Homepage könnte dies mit den Keywords „Hotel, Übernachtung,
Bayern, Alpen“ dargestellt werden, wobei die Suchbegriffe in den
entsprechenden Metatags, in der URL, dem Titel, im Dateinamen sowie natürlich
in Überschriften und im Fließtext der jeweiligen Seite – zum
Beispiel der hotel.htm - verwendet werden sollten. So könnte also ein
Beitrag in Form eines Fließtextes veröffentlicht werden, der das Hotel
und die Region vorstellt und dabei die entsprechenden Schlüsselwörter
verwendet. Im Idealfall würde der Webseitenbetreiber so bei einer
Suchmaschinenanfrage mit den Begriffen „Hotel Übernachtung Bayern
Alpen“ sehr weit vorn platziert sein. Unter Einbeziehung weiterer
Parameter, die an dieser Stelle jedoch keine Berücksichtigung finden, würde
die Überarbeitung der als Beispiel dienenden hotel.htm in Bezug auf die
verwendeten Suchbegriffe ein verbesserte Platzierung bei der Ausgabe der
Ergebnisse einer Suchmaschinenanfrage zur Folge haben.
Die Dichte der Schlüsselwörter ergibt sich letztlich durch deren
wiederholte Verwendung im Dokument, aus der Google dann die Relevanz der
jeweiligen Seite in Bezug auf die vergebenen Suchbegriffe ableitet. Doch
im Gegensatz zu einer Redensart, die besagt, viel hilft viel, sollten
die Schlüsselwörter jedoch nicht zu dicht verwendet werden, da viele
Suchmaschinen eine Suchbegriffs-Dichte von über zehn Prozent als Spam
einstufen und die Seite entsprechend abwerten.
Tools zur Optimierung der Keywords
Im
Internet werden zahlreiche kleine Hilfsprogramme zur Optimierung der
eigenen Suchbegriffe an, von denen einige an dieser Stelle kurz
vorgestellt werden sollen. Die folgend genannten Programme sind jeweils
kostenlos nutzbar.
Keyword-Suggestion: Dieses kleine Programm zeigt bis zu zehn der
beliebtesten Suchbegriffe an, die mit den eigenen Suchbegriffen übereinstimmen
(http://www.iwebtool.com/keyword_suggestion).
Google Keyword-Tool: Zeigt für die eigene Webseite relevante Schlüsselwörter
an. https://adwords.google.de/select/KeywordToolExternal
Keyword-Density Analyzer: Das Programm – jedoch leider nur in
englischer Sprache verfügbar - untersucht die auf einer Homepage
verwendeten Suchbegriffe auf ihre Dichte und ist besonders hilfreich für
jene, die bei der Wiederholung ihrer Schlüsselworte über das Ziel
hinaus geschossen sind – siehe oben (http://www.webjectives.com/keyword.htm).
Keyword-Density: Das Tool prüft Texte auf Suchbegriffe und in der
Kombination von Zwei- und Dreiwortphrasen (http://www.webtubes.de/helper/keyworddensity.php).
Semager:
Die Keyword-Datenbank listet verwandte Begriffe, Worte mit dem gleichen
Anfang sowie Tippfehler auf und gibt die prozentuale Übereinstimmung
mit der Eingabe des Benutzers aus (http://www.semager.de/).
Analyse der Keywords
Neben
den oben genannten kleinen Tools kann eine Analyse der zu verwendenden
Keywords auch mit etwas Erfahrung ganz ohne die Unterstützung einer
Software vorgenommen werden. Hilfreich ist dabei immer auch der Blick über
den Gartenzaun auf des Nachbarn Grundstück, denn es kann ja nie schaden
zu wissen, welche Suchbegriffe die direkten Mitbewerber verwenden...
Ebenso nützlich ist ein regelmäßiger Abgleich mit den sich permanent
veränderten Trends im Internet. So veröffentlicht Google monatlich
eine Übersicht der aktuell meist verwendeten Suchanfragen seiner
Nutzer. Auch hieraus erwächst ein gewisses Potential zur
Vervollkommnung der eigenen Schlüsselwörter. |
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